Schieß den Hut bei Fang den Film

Schwerpunkt Autos und Western — für das 17. Fang-den-Film-Quiz am letzten Mittwoch hatten wir dieses Mal thematisch extra viel Bang, Boom und Bang vorbereitet. Los ging es aber wie immer mit Fragen zum Kinogeschehen der letzten Monate. Zum Beispiel mit ein bisschen Kunstgeschichte. Und zwar anhand von“Trance“, Danny Boyles aktuellem, äußerst schicken Heist-Movie-Psycho-Thriller über einen Kunsträuber mit Gedächtnislücken. Und was hätte näher gelegen, als einmal nach der Rolle von weiblicher Schambehaarung in der abendländischen Kunst zu fragen, wie Danny Boyle sie in seinem Film darstellt. Erst seit Goya werde sie auf Bildern gezeigt. Das sei moderne Kunst, sagt Kunsträuber Simon: keine Idealisierung mehr, „no perfection“.

Beinahe Perfekt dagegen die Bilder in „La Grande Bellezza“ von Paolo Sorrentino und ebenso makellos schön auch die Musik, die wir euch vorgespielt haben, damit ihr den Film erkennen konntet. Auch zu „Frances Ha“ und „Pacific Rim“ gab es Fragen in der ersten Quizrunde, dieser Kinosommer hatte tatsächlich einige Filme zu bieten, zu denen es sich lohnte, Fragen zu stellen.

In den zwei weiteren Runden widmeten wir uns dann aber wie immer den nicht mehr ganz so aktuellen Filme. Los ging es mit einer Autofilmmontage, die mit Krzystof Kieslowskis „Drei Farben Blau“ sehr ruhig und atmosphärisch anfing (den tragischen Unfall hatten wir rausgeschnitten) und mit Quentin Tarantinos „Death Proof“ umso wilder endete. Dazwischen saht ihr — neben vielem anderen — das Batmobil aus dem guten, alten „Batman hält die Welt in Atem“ von 1966 und den gelben, alten VW-Bus aus „Little Miss Sunshine“. Das waren nämlich noch echte Autos damals!

Zu den Fahrkünsten des Drivers aus „Drive“ wollten wir wissen, wie ihm in der Eingangssequenz die Flucht vor der Polizei gelingt (er fährt exakt zum Ende eines Finalspiels ins Parkhaus eines Basketballstadions und taucht in der Menschenmenge unter). Und da man Autofahren wie Ryan Goslings Figur erst einmal lernen muss, haben wir euch nicht vorenthalten wollen, wie so eine erste Fahrstunde aussehen kann, wenn die Schülerin von Sally Hawkins gespielt wird, extrovertiert und albern auftritt und sich mit einem Fahrlehrer auseinandersetzen muss, der verbittert und böse ist und von Eddie Marsan gespielt wird. Das war eine Szene aus Mike Leighs „Happy-Go-Lucky“ und wer wusste, dass Sally Hawkins Figur Poppy ganz entgegen der Annahmen ihres Fahrlehrers von Beruf Grundschullehrerin ist, konnte hier einen Punkt holen.

Und wer hat noch einmal diesen fantastischen Fernsehfilm gedreht, in dem ein Mann in seinem Auto von einem LKW-Fahrer gejagt wird, über dessen Identität man nie etwas erfährt? Richtig, das war das Langfilmdebüt von Steven Spielberg: „Duel“. Eine Autoszene aus „Rain Man“ haben wir euch live vorgelesen, mit Patrick als Tom Cruise und Martin als Dustin Hoffmann und ihr seid trotz dieser starken Verfremdung auf den richtigen Film gekommen! (Danke auch für den freundlichen Applaus für unsere Darbietung.)

Highlight im Western-Block war natürlich das Ennio-Morricone-Filmmusik-Raten, von den gesuchten Filmen „My Name is Nobody“, „The Good, The Bad And The Ugly“, „Once Upon A Time In The West“, „Il Mercenario“ (und „Kill Bill 2“, der das gleiche Thema verwendet) wurden viele von vielen erkannt. In Peter Nosters Augensuppe blickten wir einigen Westernhelden tief in die Augen (oder war es umgekehrt?). Darunter unter anderen Jamie Foxx in „Django Unchained“, Sharon Stone in „Schneller als der Tod“ und natürlich auch Franco Nero in „Django“.

Das finale Shootout fand statt, nachdem ihr den Klassiker aus den 50ern „The Searchers“ erkennen, uns auch noch den völlig anderen deutschen Titel „Der Schwarze Falke“ nennen konntet und euch daran erinnern durftet, wie in „Winnetou I“ der Saloon gestürmt wird, in dem sich Santer und seine Bande verschanzt haben (Old Shatterhand und seine Leute fahren einfach eine Lokomotive rein). Ort des Shootouts war zur Abwechslung der wilde Osten, nämlich die Mandschurei, der Film: „The Good, The Bad, The Weird“ von Kim Ji-woon. Dort wurde zunächst auf einen Hut geschossen:

Unter anderem wollten wir wissen, welchen Film das zitiert. Eigentlich hatten wir an „Für ein paar Dollar mehr“ von Sergio Leone gedacht:

Aber wir haben uns überreden lassen und diesen hier auch gelten lassen:

Gewonnen haben nach einem dieses Mal richtig engen Kampf am Ende folgende Teams:

1. Platz: Team 4

2. Platz: Triple XXX

3. Platz: FDP

Herzlichen Glückwunsch!

Alle Lösungen könnt ihr hier herunterladen: Loesungsbogen_fangdenfilmvol17

Uns hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns, euch am 20. November zum 18. Fang-den-Film-Quiz im Filmcafé wiederzusehen. Oder auch schon früher. Denn am 2.November sind wir mit einer kleinen Sonderausgabe zu Gast beim Barcamp des Scheiterns. Dort wird es dann selbstverständlich um gescheiterte Filme gehen. Wir halten euch hier und auf unserer Facebookseite auf dem Laufenden.

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